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ALDI SUISSE AG Roman Schaub startete nach seinem Wirtschafts-psychologiestudium seine Karriere im Handel. Wir haben nachgefragt.
Herr Schaub, Sie sind Regionalverkaufsleiter bei der ALDI SUISSE AG. Was beinhaltet dieser Job konkret? Man startet direkt als Regionalverkaufsleiter und wird «on-the-job» von erfahrenen Kollegen eingearbeitet und so auf die Führungsaufgabe vorbereitet. Dabei erwirbt man die nötigen Fähigkeiten, um nach etwa einem Jahr einen eigenen Verkaufsbereich übernehmen zu können; ich z. B. verantworte mittlerweile 5 Filialen rund um Zürich. Als Regionalverkaufsleiter bin ich Unternehmer im Unternehmen und verantwortlich dafür, dass meine Filialen erfolgreich laufen. Die partnerschaftliche Personalführung ist das zentrale Thema meines Jobs: ich bin Fachvorgesetzter der Filialleiter und Personal-vorgesetzter der Mitarbeiter im Verkauf, insgesamt an die 60 Personen, und führe entsprechend vor Ort viele Personalgespräche. Zu meinen Aufgaben zählen des Weiteren z. B. Ladenrundgänge mit den Filialleitern, um Eindrücke zu besprechen oder um gewisse Anweisungen zu geben. Ich habe ausserdem diverse Controllingfunktionen, denn ich trage die Verantwortung, dass die gesamte Filialbuchhaltung korrekt in das Warenwirtschafts-system unserer Zentrale einfliesst. Und ich habe Projektaufgaben, wenn beispielsweise Handwerker gebraucht werden oder der Lebensmittelinspektor eine Kontrolle macht. Mein Aufgabengebiet ist äusserst vielfältig und abwechslungsreich, das gefällt mir sehr gut. In der Gestaltung meines Wochenablaufs bin ich sehr frei. Jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er am besten arbeiten kann; ich beispielsweise besuche pro Tag in der Regel zwei Filialen und arbeite dort alles ab, so dass ich wirklich das Gefühl habe, über alles informiert zu sein. Andere Kollegen wiederum ziehen es vor, in möglichst viele Filialen pro Tag zu fahren. Auch wenn man die Trainee-Phase erfolgreich absolviert hat, tauchen natürlich auch später immer noch sehr viele unerwartete Situationen auf, bei denen man froh ist, sich an erfahrene Kollegen wenden zu können, die sich damit auskennen. Beispiele hierfür sind etwa ein Stromausfall in der Filiale, ein Tresor, der nicht mehr aufgeht oder ein Kassenabsturz, wenn gleichzeitig Kunden im Laden sind, die bezahlen wollen. Da bin ich sehr froh um unsere Teamstruktur unter den Regionalverkaufsleitern. Wir pflegen einen sehr offenen Austausch und unterstützen uns gegenseitig. Konkurrenzdenken gibt es nicht, es ist vielmehr ein Geben und Nehmen. Gerade in der Personalführung sind die Weitergabe und der Austausch von Erfahrungen und Informationen wichtige Themen. Mit der Zeit wird man natürlich immer routinierter; so dass ich mittlerweile selbst recht häufig von jüngeren Kollegen um Rat gefragt werde. Nicht zuletzt daran merke ich, dass ich eine grosse Entwicklung gemacht habe. In dieser Funktion übernahmen Sie nach Ihrem Einstieg und einem «on-the-job» Training die Leitung eines eigenen Verkaufsbereichs sowie eine grosse Personalverantwortung. Wie fanden Sie in diese Rolle? Ja, es ist schon aussergewöhnlich, dass einem so schnell Personalverantwortung anvertraut wird. Ich denke, man muss diese Rolle aber wirklich übernehmen wollen und den Wunsch haben, in diese Führungsverantwortung hineinzuwachsen. Personalverantwortung bedeutet im alltäglichen Leben, dass man sehr viele Gespräche führen und mit sehr vielen Problemen umgehen muss, das können Sachthemen, persönliche Probleme oder Probleme im Team sein. Man muss dabei gut und vor allem gerne kommunizieren, sei es mit dem Kunden, der einen in der Filiale am Ärmel packt oder sei es, wenn ein Mitarbeiter ein Problem hat. Schön dabei finde ich, dass wir bei ALDI SUISSE eine ausgeprägte Feedback Kultur leben: Wenn meine Chefin z. B. meint, ich könnte mich noch in dem einen oder anderen Punkt verbessern, dann sagt sie mir das auch so. Entsprechend muss und will ich ebenfalls sehr offen, ehrlich und direkt mit meinen Mitarbeitenden kommunizieren. Es wird bei einem Einstieg als Managementnachwuchs bei ALDI SUISSE nicht erwartet, dass man grosse Erfahrung mitbringt. Ich zum Beispiel hatte wie die meisten meiner Kollegen nach dem Studium noch keine, doch ich brachte eine hohe Motivation mit und bekam Gelegenheit, in Schuhe, die sozusagen 3 Nummern zu gross waren, hineinzuwachsen. Ich habe mich entsprechend entwickelt und kann heute in dieser Rolle aufgehen. In der Trainee-Phase arbeitet man zunächst in den Filialen mit und lernt so die Arbeit von den Mitarbeitern, deren Vorgesetzter man später ist, von Grund auf kennen. An der Seite von erfahrenen Regionalverkaufsleitern, mit denen man oft gemeinsam unterwegs ist, sieht man viele der täglichen Herausforderungen und kann dabei seinen eigenen Stil entwickeln. Man übernimmt des Öfteren Vertretungssituationen und wächst so langsam in die Aufgabe hinein, also ein klassisches «learning-by-doing». Nach meinem Start als Regionalverkaufsleiter hat mir dann dieser rege Austausch mit meinen Arbeitskollegen sehr geholfen. Man kann zwar nach der Trainee-Phase allein schwimmen, hat aber immer die Möglichkeit, den einen oder den anderen Anker auszuwerfen und selbst Anker für andere zu sein.
ALDI SUISSE AG Roman Schaub wollte mehr als einfach nur ein kleines Rädchen sein - und entschied sich für eine Karriere im Handel. Die richtige Wahl?