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Bühler Der Technologiekonzern Bühler hat seinen Hauptsitz im st. gallischen Uzwil. Von dort aus können junge Talente die Welt entdecken.
Wenn Fabian Dintheer von Bangalore erzählt, fangen seine Augen an zu leuchten. Gut so. Denn der 28-jährige St. Galler wagt das ganz grosse Abenteuer und bricht im Frühling seine Zelte in der Schweiz ab – um sie in Südasien wieder aufzubauen, zumindest für zwei Jahre. In der indischen Grossmetropole wird er die Forschung und Entwicklung des Kaffeegeschäfts für Bühler aufbauen und die Leute vor Ort schulen. «Anschliessend sollen die indischen Kollegen das Geschäft selbst führen und weiterentwicklen können», erklärt Dintheer, der seine Karriere bei Bühler vor über 10 Jahren startete. Nach der Lehre zum Konstrukteur, hat der Ostschweizer an der ZHW in Winterthur Maschinenbau studiert und weiterhin während den Semesterferien am Hauptstandort in Uzwil gearbeitet. Seine Technikbegeisterung habe er geerbt, ist Dintheer überzeugt, schon sein Grossvater und sein Vater waren bei Bühler tätig. Dennoch war es für ihn nicht selbstverständlich, dass er nach dem Studium nach Uzwil zurückkehrt. «Die Personalverantwortlichen haben sich aber sehr um mich bemüht und mir Perspektiven aufgezeigt, die mich überzeugt haben». So stieg er als Entwicklungsingenieur in das frisch gegründete Kaffeegeschäft ein. «Ich habe quasi als Ein-Mann-Abteilung angefangen und war am Aufbau und der Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs beteiligt », erklärt Dintheer. Um die Produktionsmaschinen so effizient wie möglich zu bauen, sind innovative Ideen und kurze Entscheidungswege gefragt. «Die Entwicklungszeiten sind kurz, alles wird schneller, besser und produktiver». Aber genau das ist etwas, was ihn an seiner Arbeit fasziniert – der hohe Innovationsgrad. Ausserdem sei es als Ingenieur reizvoll, den gesamten Produktionsprozess eines Produktes abzudecken, von der grünen Kaffeebohne bis hin zur Tasse Kaffee. Für Fabian Dintheer ist es aber nun an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. «Für mich war schon immer klar, dass ich irgendwann Auslandserfahrung sammeln möchte.» Dass es nun gleich Indien ist,ein Land voller Gegensätze ist für Fabian Dintheer kein Problem. Im Gegenteil. Er kennt bereits einige Seiten von Indien, die unheimliche Farbenpracht, die ansteckende Fröhlichkeit der Menschen, die vielfältige Fauna oder die beeindruckenden Bauten der Hindus. Kommt hinzu, dass Bangalore sehr städtisch ist, da es sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten IT-Zentren der Welt entwickelt hat. «Ich habe bereits während drei Wochen dort gelebt, um das Team kennenzulernen», erzählt Fabian Dintheer. In der IT-Hochburg würden mittlerweile viele Ostasiaten, Amerikaner und auch Europäer leben. Auch Schweizer habe er getroffen, erzählt Dintheer, der gemeinsam mit seiner Frau nach Indien geht. Sie arbeitet ebenfalls bei Bühler und wird Fabian Dintheer begleiten. «Nun müssen wir noch eine Wohnung und ein Auto vor Ort organsieren und dann kann es losgehen», freut er sich. Dass ihm sein Arbeitgeber im Bereich internationale Karriere derart viel bieten kann, sei ebenso wichtig, wie die Aussicht auf eine Führungs- oder Spezialistenfunktion. «Nun gehe ich erst einmal nach Indien und sammle dort spannende Erfahrungen für meine weitere Zukunft», so der 28-Jährige. Er möchte nicht nur sein Know-how ausbauen, sondern auch sprachlich weiterkommen und die Chance nutzen, sich international zu vernetzen. Wie es anschliessend mit dem ambitionierten Ingenieur weitergeht, ist noch offen. «Eines habe ich in meinen Jahren bei Bühler gemerkt: Hier stehen mir alle möglichen Türen offen.» Sogar die nach Indien...
Bühler Seit März 2012 lebt der 28-jährige Fabian Dintheer in Bangalore und baut dort für Bühler das Kaffeegeschäft auf.
Bühler Bühler bietet jungen Talenten ein Sprungbrett für eine spannende und internationale Karriere, wie das Beispiel von Stefania Bellaio zeigt.