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Die Wirtschaftskrise erschwert auch Hochschulabsolventen den Einstieg ins Erwerbsleben. Mit dem Besuch einer Karrieremesse...
Karrieremesse, Kontaktmesse, Career Days – verschiedene Namen für Events mit demselben Ziel: Studenten treffen den Arbeitgeber von morgen. An der grössten Schweizer Jobmesse – dem Absolventenkongress in Zürich – präsentierten sich 2008 beispielsweise rund 120 Unternehmen. Firmen wie ABB, Credit Suisse, Ikea, Nestlé oder ZKB halten an Karriereevents Ausschau nach geeigneten Nachwuchskräften. Für Elisabeth Ziller, Leader Human Capital Marketing bei PricewaterhouseCoopers, sind Karrieremessen deswegen sehr wichtig: «Gerne zeigen wir den Studierenden unsere Berufsbilder und erklären die Einstiegsmöglichkeiten sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme.» Auch Regula Scheidegger, Rekrutierungsverantwortliche des Beratungsunternehmens McKinsey, ist von den Jobmessen überzeugt: «Wir besuchen in der Schweiz jährlich rund sieben Karriereevents». Ähnlich sieht es Tobias Schürch von der Credit Suisse: «Die Karrieremessen sind längst zu einem festen Bestandteil unseres Personalmarketings geworden. Sie entsprechen einem grossen Bedürfnis, sowohl der Studierenden als auch unserer Unternehmung.» Für alle Studienrichtungen Karrieremessen richten sich grundsätzlich an Hoch- und Fachhochschulabsolventen. Zugelassen werden aber auch Studierende ab dem dritten Semester sowie junge Akademiker mit höchstens fünf Jahren Praxiserfahrung. Die Firmen suchen nicht nur Ökonomen und Naturwissenschaftler: Die meisten Jobevents stehen allen Studienrichtungen offen, da die Schweizer Wirtschaft Nachwuchskräfte in den unterschiedlichsten Bereichen braucht. Wichtige Vorbereitung Nur wer gut vorbereitet ist, hinterlässt beim bevorzugten Arbeitgeber einen positiven und bleibenden Eindruck. Dazu Elisabeth Ziller: «Die Studierenden sollten eine Vorauswahl an Unternehmen treffen, die sie beruflich und persönlich interessieren. Als Interessent sollte man sich zudem vorab über Firma und Branche, die Produkte und die Einstiegsmöglichkeiten informieren. Das Gespräch am Messestand gewinnt damit sofort an Qualität und Tiefe». Pluspunkt: Motivationsschreiben Ein wesentlicher Vorteil der Jobmessen ist, dass die Bewerbung persönlich ans Wunschunternehmen überreicht werden kann. Ausserdem lassen sich im Gespräch Kontakte zu Beratern und den Verantwortlichen der Personalabteilung knüpfen. «Einen bleibenden Eindruck hinterlässt, wer sich vorgängig über unser Unternehmen informiert hat und gezielt Fragen stellen kann. Damit ist die Grundlage für ein interessantes Gespräch gegeben. Nebst dem Interesse an der Finanzwelt und dem Studienhintergrund überzeugen uns Bewerber durch ihr persönliches Profil», sagt Tobias Schürch. Wichtig sind ihm hohe Leistungsorientierung, ein geschickter Umgang mit Menschen, hohes Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative. «Pluspunkte sammelt, wer das Motivationsschreiben vorher dem jeweiligen Unternehmen angepasst hat», rät Elisabeth Ziller. Für den Berufseinstieg ist es laut Ziller wichtig, dass der Studienabgänger weiss, wo seine Interessen liegen und wie seine beruflichen Ziele aussehen. Vor Ort vergleichen Ein absolutes Muss, um bei PricewaterhouseCoopers eine Stelle zu erhalten, ist der Besuch einer Karrieremesse zwar nicht. Dennoch ist eine Visite empfehlenswert: «Für Studierende ist es schwer abschätzbar, in welche Abteilungen in einem Unternehmen sie einsteigen können und wie ihre tägliche Arbeit aussehen wird», sagt Elisabeth Ziller. Genau für diese Informationen ist laut der Leiterin Personalwesen die Karrieremesse da. Einen weiteren Vorteil sieht Elisabeth Ziller beim Kennenlernen von Mitarbeitern: «Durch erste Kontakte mit Mitarbeitern kann ebenfalls die Unternehmenskultur kennengelernt und mit anderen Arbeitgebern verglichen werden.» Der erste Eindruck Ein perfektes Bewerbungsdossier – für die Messe idealerweise ergänzt mit einer Kurzbewerbung in Form eines Flyers – ist an einer Rekrutierungsveranstaltung Pflicht. Auch die geeignete Garderobe ist ein wichtiges Mittel zum Selbstmarketing. Beim künftigen Arbeitgeber ein positives Bild zu hinterlassen, ist oberstes Gebot: «Ein erster Eindruck ist schwer zu korrigieren», sagt Alexander Senn von der Beratungsfirma KPMG. Tipps für die Karrieremessen: - Gutes Bewerbungsdossier - Kurzbewerbung in Form eines Flyers - Visitenkarte - Namen von Kontakten notieren
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