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Der Einstieg in eine erfolgreiche Berufskarriere lässt sich schon während des Studiums gezielt vorbereiten. Was nicht dagegen spricht, sich auch Träume fernab vom Studienalltag zu erfüllen.
Vorausgeschickt sei erstmal, dass das Studium so wenig allein der Karriereplanung dient wie das Leben an sich. Was aber noch lange kein Grund ist, den Nutzen von Karriereüberlegungen zu unterschätzen. Wer die Biografien erfolgreicher Wissenschaftler, Manager oder auch Künstler etwas verfolgt, der stellt doch oft mit Erstaunen fest, dass sich gewisse Karrieresprünge wiederholen. Als Grundsatz gilt: Träume sollte man durchaus während des Studiums realisieren. Nur sollte man dabei die Zukunft nicht aus den Augen verlieren. Karriereplanung beginnt bei der Uniwahl Seit einigen Jahren scheint sich auch in der Schweiz wie in Deutschland der angelsächsische Trend hin zur Eliteuni durchzusetzen. Selbst die Medien veröffentlichen inzwischen regelmässig Ranglisten mit den erfolgreichsten Universitäten der einzelnen Studienrichtungen. Sicher lässt sich auch in Basel oder Zürich ein erfolgreiches Wirtschaftsstudium absolvieren: fragt sich nur, weshalb neunzig Prozent aller Topmanager in der Schweiz sich dennoch mit einem Studienabschluss an der Universität St. Gallen rühmen. Was zumindest zeigt, dass man sich mit der Uniwahl rechtzeitig auseinandersetzen sollte. Netzwerk aufbauen Mit der Globalisierung haben regionale Beziehungsnetze insbesondere für Absolventen akademischer Studien an Bedeutung verloren. Nicht mehr Freundschaften aus der Gymnasialzeit sind ausschlaggebend, sondern vielmehr Netzwerke, die man an seiner Stammuniversität oder an Gastuniversitäten im Ausland aufgebaut hat. So sind etwa Alumniorganisationen einzelner Universitäten heute auch in der Schweiz hilfreiche Netze für die Karriereplanung. Der Zulauf, den Alumniveranstaltungen mittlerweile haben, spricht für sich. So sollte man auch von den meisten Universitäten angebotene Workshops zur Karriereplanung nicht unterschätzen, vor allem, da hier oft ehemalige Studenten eingebunden sind, die hilfreiche Tipps liefern können, wie man sich etwa auf eine Bewerbung bei seinem Wunscharbeitgeber vorbereitet. Praktika gezielt auswählen Auch wenn der Job als Barmaid im angesagtesten Segelclub während der Semesterferien reizvoller scheint, lohnt sich für die Archäologin etwa doch, sich um einen Hilfsjob bei einem regionalen Ausgrabungsprojekt zu bewerben. Sicher kann auch die Wahl eines FunJobs oder eines von der Studienrichtung losgelösten Zwischenverdienstes eine Bereicherung sein, doch darf man später nicht jammern, wenn sich der Personalchef bei der ersten Bewerbung nicht so leicht überzeugen lässt. Tatsache ist, dass ein Praktikum beim künftigen Wunscharbeitgeber oft Tür und Tor für den Berufseinstieg öffnet. Nicht ausser acht lassen sollte man zudem die Möglichkeit der Auslandpraktika, die sich ja schon während der Gymnasialzeit eröffnet hat. Die Sinologiestudentin, die schon vor der Matur ein Jahr als Austauschschülerin in Shanghai verbracht hat, dürfte weder während des Studiums noch danach in diesem Bereich Schwierigkeiten bei der Praktikumsoder Jobsuche haben. Zwischenjahre müssen keine verlorenen Jahre sein In diese Richtung geht auch die Planung von Zwischenjahren, die sich durchaus auszahlen können. Ob man nun ein Jahr als Animator in einem Club Med arbeitet oder gezielt in seinem künftigen Arbeitsfeld jobbt: Entscheidend ist, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und auch das Zwischenjahr so zu planen, dass man den Wiedereinstieg nicht verpasst. Ganz unter dem Motto: Trödeln ja, aber bewusst. Dies ist ein entscheidender Punkt, zeigen doch verschiedene Evaluationen, dass Zwischenjahre oft der Hauptgrund für den Studienabbruch sind. Vorbereitet für Weiterbildung Eine Pause kann man selbstverständlich auch nach dem Studium einlegen. Und selbst die Wahl für ein längeres Zwischenspiel etwa als IKRK-Helfer oder auch als Praktikant in einem völlig anderen Berufsfeld sollte man nie von vornherein von der Hand weisen. Eine zweite Basis für das künftige Berufsleben kann in der unsicheren Arbeitswelt, die keine festen und dauerhaften Berufskarrieren mehr garantiert, durchaus von grossem Nutzen sein. Vor Augen halten sollte man sich in seinem angestammten Studienoder Berufsfeld indes die Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Studium. Oft verlangen nämlich Nachstudiendiplome eine gewisse Anzahl Berufsjahre im angestammten Studienbereich. Dies sollte man rechtzeitig in Erfahrung bringen, auch wenn man sich für einige Zeit auf andere Berufswege begibt. Fazit: planen lohnt sich Bei aller Lockerheit und im Bewusstsein, dass man während eines Studiums durchaus Träume verwirklichen sollte, haben Studenten mit klaren Plänen grundsätzlich die besseren Karten in der Hand. Die Germanistikstudentin mit dem Wunschziel Journalismus hat bestimmt bessere Einstiegsmöglichkeiten, wenn sie während des Studiums als Korrektorin bei einer Lokalzeitung arbeitet als wenn sie als Köchin in der Gassenküche jobbt. Und wer sich rechtzeitig ein gutes Netzwerk schafft, dem öffnen sich automatisch Türen. Und offene Türen sind doch vielversprechender bei der Jobsuche als blinde Bewerbungen.
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