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An Schweizer Universitäten können zum Beispiel Afrikanistik, Indologie oder Kirchenmusik studiert werden.
Klassische Studiengänge wie Wirtschaft, Medizin oder Psychologie liegen nach wie vor hoch im Kurs. Wer nebenbei oder nach Abschluss des Studiums zusätzlich ein exotisches Fach wie zum Beispiel Afrikanistik oder Indologie belegt, hat die Nase vorn - und gute Zukunftsperspektiven. In Zeiten der Globalisierung lohnt es sich zunehmend, sein Wissen über andere Kulturkreise zu vertiefen. Davon ist Angelika Malinar mehr als überzeugt. Die gebürtige Deutsche ist Professorin für Indologie an der Universität Zürich. Die Indologie befasst sich mit der Geschichte und Kultur Indiens – von den Anfängen bis in die Gegenwart. Es würde sich auf jeden Fall lohnen, ein derart exotisches Fach als Nebenfach zu belegen. «Wir haben viele Nebenfachstudierende», erklärt Malinar. Die Welt rücke immer näher zusammen, «deshalb ist es attraktiv, mehr über eine andere Kultur zu erfahren». Viele Studierende würden Indologie beispielsweise mit einem Studium in Geschichte, Ethnologie oder Psychologie kombinieren, so Angelika Malinar. Aber auch die Kombination mit einem Wirtschaftsstudium sei sinnvoll: «Wer Kenntnisse der indischen Kultur vorweisen kann, hat anderen Wirtschaftsstudenten womöglich etwas voraus», sagt Malinar. Mit derartigen Qualifikationen könne man zum Beispiel für ein internationales Unternehmen arbeiten, das eine Dependance in Indien hat. Bei der Arbeit in einem anderen Kulturkreis sei Fingerspitzengefühl gefragt: «Sprachkenntnisse und Wissen über Geschichte und Kultur sind deshalb wichtige Kompetenzen», erklärt Malinar. Aber auch für Journalisten und Publizisten sei das Studium eines «exotischen» Nebenfachs sinnvoll, um ihr Wissen in einem speziellen Bereich zu vertiefen und «um vorbereitet zu sein, wenn sie über eine bestimmte Region fernab der Heimat berichten müssen», so die Professorin. Kirchenmusik oder Weltraumforschung Exotische Studienfächer gibt es mittlerweile an fast allen Universitäten und Hochschulen der Schweiz. In Lausanne kann man zum Beispiel Buddhismuskunde studieren, die Uni Bern hat die nicht ganz alltäglichen Fächer Zentralasiatische Kulturwissenschaften oder Klassische Philologie im Angebot. In der Sparte Profilierungsthemen – also sogenannte Schwerpunktfächer – bietet Bern gar Weltraumforschung oder Interreligiöse Studien an. In Luzern haben Studierende die Qual der Wahl zwischen den «Exoten» Kirchenmusik und Judaistik – letzteres erforscht die Wissenschaft des Judentums. Fribourg bietet den Studiengang der Rätoromanischen Sprache an. «Jedoch sind die beruflichen Möglichkeiten bei diesem Studium natürlich beschränkt», sagt Renzo Caduff, Assistent für Rätoromanische Sprache und Literatur an der Universität Fribourg. Eine Karriere bei einem internationalen Unternehmen zum Beispiel kommt kaum in Frage. Eine Zukunft als Sekundar- oder Gymnasiallehrer im Bündnerland schon eher. «Auch Journalisten, die für ein rätoromanisches Medium arbeiten wollen, studieren diese Sprache – meist im Nebenfach», sagt Caduff. Er selbst hat sich nach dem Gymnasium zum Sekundarlehrer ausbilden lassen, bevor er sich für das Studium der Rätoromanischen Sprache entschied. «Mir hat dieses Studium geholfen, mich auch für andere Sprachen zu öffnen. So wollte ich nebst dem Rätoromanischen plötzlich auch Italienisch lernen», erzählt der 35-Jährige. Exotische Fächer – auch Orchideenfächer genannt – erlauben also nicht nur einen Wissensvorsprung in einem speziellen Bereich, sondern öffnen auch noch neue Horizonte. Mehr zum Angebot exotischer Studienfächer finden Sie auch unter www.berufsberatung.ch. Weitere Informationen zu einigen Orichdeenfächer finden Sie unter folgenden Links:
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