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Optimaler Karrierestart dank Soft Skills Karrieresprung

Optimaler Karrierestart dank Soft Skills

Viele Arbeitgeber achten bei der Rekrutierung von Hochschulabsolventen immer mehr auf persönliche Werte.

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Junge Talente, die sich nicht nur fachlich auszeichnen, sondern auch noch Sozialkompetenz besitzen, haben eine steile Karriere vor sich.

Wer sein Studium mit einem Notenschnitt über 5 abschliesst, kann sich erst einmal zurücklehnen und die Beine hochlegen. Einen attraktiven Arbeitgeber zu finden, scheint dann nur noch Formsache. Nicht ganz! «Wer Karriere machen will, braucht Soft Skills», ist Felix Rimbach überzeugt. Der Deutsche hat gemeinsam mit André Moritz das Buch «Young Skills for Young Professionals» publiziert. Dabei handelt es sich um einen praxisorientierten Ratgeber, der aufzeigt, was junge Talente neben der Fachkompetenz noch für ihre Karriere brauchen. Eben zum Beispiel Soft Skills: «Darunter verstehe ich im Allgemeinen Sozialkompetenzen. Also Kompetenzen, die dazu dienen, die soziale Interaktion zu verbessern», erklärt Felix Rimbach. Wer mit seiner Einstellung, seinen Werten und seinem Handeln andere Leute beeinflussen und überzeugen kann, ist sozialkompetent. Und hat im Berufsleben eindeutig bessere Chancen. Doch kann man sich Sozialkompetenzen wirklich antrainieren? «Natürlich ist vieles anerzogen – viele Menschen haben eine gefestigte Persönlichkeit und sind geprägt von der Erziehung, den Eltern oder von Lehrpersonen in der Schulzeit», sagt Felix Rimbach. Dennoch seien gewisse Sozialkompetenzen erlernbar. «Ein Kind spürt beispielsweise noch nicht genau, wann es jemanden in einem Gespräch mit Aussagen beleidigt oder verletzt, es reflektiert sein Verhalten oftmals auch nicht», so Rimbach. Dieses Feingefühl würde sich erst später entwickeln. «Und dann lohnt es sich auf jeden Fall, an sich und seiner Sozialkompetenz zu arbeiten». Felix Rimbach empfiehlt, dabei auch externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mithilfe von Büchern, Seminaren oder Persönlichkeitstrainings könne man sich entsprechende Ideen aneignen, sagt Rimbach . Und anschliessend selbstständig üben. «Viel entscheidender ist aber, dass man sich die Zeit nimmt, um sein Verhalten zu reflektieren». Und sich beispielsweise nach einer Präsentation bewusst folgende Fragen stellt: Was hätte ich besser machen können? Hätte ich etwas anders formulieren sollen? Hätte ich die Leute zu Beginn der Präsentation mehr integrieren sollen? Wie hat die Gruppe auf mich als Person reagiert?

Andere Länder, andere Sitten

Felix Rimbach selbst hat ursprünglich BWL studiert, bevor er den Master in Business & Engineering und den PhD in Marketing abschloss. In den letzten Jahren hat der Betriebswirt für mehrere grosse Unternehmen auf der ganzen Welt gearbeitet. Und so seine ganz eigenen persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Soft Skills gemacht: «Als ich all die internen Ausbildungsprogramme durchlaufen habe, wurde mir bewusst, welch hohen Stellenwert Soft Skills in den globalen Unternehmen einnehmen.» Heute arbeitet Felix Rimbach als General Manager bei Daimler in Singapur. Dank seiner Erfahrung im Ausland kann er heute auch besser einschätzen, in welchen Länder und Branchen welche Sozialkompetenzen gefragt sind. «Natürlich gibt es da Unterschiede», sagt er, gerade auch wenn es um die Funktion innerhalb eines Unternehmens geht. Ein Forscher, der in seinem Labor neue Medikamente entwickelt, brauche sicher andere Fähigkeiten als ein Manager oder ein Bereichsleiter, der das gesamte Team leitet und sich gegen aussen präsentiert. Weiter fallen ihm auch nationale Unterschiede auf. Im chinesischen Raum beispielsweise würde enorm viel Wert auf Networking gelegt, «viel mehr als in Deutschland und der Schweiz zum Beispiel», sagt Felix Rimbach. In diesen europäischen Ländern sei man eher fachorientiert – was zählt, um zu überzeugen sind Fakten und Zahlen. Das Gespür für die individuellen Bedürfnisse von Verhandlungspartnern sei ebenfalls etwas, was junge Talente heute speziell auszeichnet. Und sie dabei unterstützt, in der eigenen Karriere voranzukommen. Felix Rimbach ist überzeugt, dass gerade auch Studierende nur profitieren können, wenn sie sich bereits in der Studienzeit mit dem Thema Soft Skills auseinandersetzen. «Wer schon nur bereit ist, ein Feedback von aussen anzunehmen und sich und sein Handeln kritisch zu beurteilen, geht ein Schritt in die richtige Richtung». Und für alles weitere – zum Beispiel wie man eine Präsentation spannend aufbaut oder vor Leuten einen Vortrag hält, ohne dass die Zuhörer einschlafen, gibt es Hilfsmittel wie zum Beispiel das Buch von Felix Rimbach...

 
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