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Schweizer Hochschulen und Universitäten schaffen neue Studien- oder Weiterbildungsangebote - rund um Themen wie Umweltschutz oder nachhaltige Produktion.
Fast jedes Unternehmen erstellt heute einen Nachhaltigkeitsbericht. Neue Bereiche wie «Umweltmanagement» werden geschaffen. Und gewisse Branchen – wie beispielsweise die Baubranche – schreien geradezu nach Nachhaltigkeitsexperten. Dass auch Studierende nicht mehr an den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit vorbeikommen, ist auch Robert Schäfer bewusst. Der studierte Physiker doziert an der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz und ist einer der Studiengangsleiter des neu eingeführten Studiengangs «UMWELTMANAGER», der erstmals diesen Herbst startete. «Auch wir als Hochschule müssen innovativ sein, am Ball bleiben und unser Angebot den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts anpassen», so Schäfer. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase und vielen Gesprächen mit Unternehmensvertretern ist Robert Schäfer überzeugt: «Die Absolventen unseres Studiengangs werden überdurchschnittlich begehrte Arbeitskräfte sein.» Aktuell müssten Schweizer Unternehmen oftmals Nachhaltigkeitsexperten aus dem Ausland anwerben, so Schäfer. «Deutschland beispielsweise ist mit dem Bildungsangebot in diesem Bereich viel weiter als die Schweiz.» Der neu geschaffene Studiengang «Energie- und Umwelttechnik» behandelt Themen wie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen oder die Analyse und Optimierung von industriellen Prozessen. «Unsere Absolventen können beispielsweise Konzepte erstellen, die eine nachhaltige Produktion fördern», so Robert Schäfer. Damit sind Prozesse gemeint, die energieeffizient sind – also konkret einen möglichst geringen Energie- oder Wasserverbrauch haben und schadstoffreduziert sind. Der studierte Physiker hat in den 80er Jahren ebenfalls in der Schweizer Industrie gearbeitet. Schon damals sei das Thema Nachhaltigkeit präsent gewesen, «aber eher punktuell in einzelnen Prozessen». Früher habe man versucht, Schadstoffe mittels Katalysatoren oder Kläranlagen von der Natur fernzuhalten. «Heute aber sollen dank energieeffizienten Produktionsverfahren gar nicht erst Schadstoffe entstehen», erklärt er. Dass sich viele (angehende) Studierende für das Thema Nachhaltigkeit interessieren, hat laut Robert Schäfer auch ethische Gründe: «Ich glaube, dass viele junge Leute eine sinnvolle Tätigkeit suchen.» Hinzukommen optimale berufliche Perspektiven – der Umweltmarkt boomt und wächst laut einer Studie des Bildungszentrums WWF stärker als jede andere Wirtschaftsbranche in der Schweiz. «Das schafft zahlreiche neue Arbeitsplätze», ist Schäfer überzeugt. Wer also auf das Thema Nachhaltigkeit setzt und entsprechende Weiterbildungs- oder Studienangebote nutzt, hat auf dem Arbeitsmarkt viele Vorteile. Nachhaltige Werte sind heute praktisch in allen Fachgebieten gefragt. Deshalb setzen Schweizer Universitäten und Hochschulen immer mehr auf diese Themen und bringen sie in bestehende Studienangebote ein. Einige Studien- bzw. Weiterbildungsangebote zum Thema Nachhaltigkeit/Umweltschutz:
Befragt wurden 599 Studierende an Universitäten und 999 Studierende an Hochschulen.
An den grossen Universitäten bieten die Sprachenzentren ein eigenes umfassendes Kursangebot an. Wer dieses Angebot nutzt, kann wertvolle Pluspunkte für den Lebenslauf sammeln.
Wer sich an einem sozialen Projekt oder an einer Fallstudie im Ausland beteiligt, sammelt nicht nur wertvolle Pluspunkte für den Lebenslauf. Sondern gewinnt auch neuen Input für’s Studium.
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