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Die diesjährige Universum Student Survey unter der Lupe.
Das neuste Arbeitgeberranking zeigt, dass eine Wirtschaftskrise nicht zwingend alles durcheinander bringt. Im Gegenteil: Die vier Branchensieger vom letzten Jahr wurden allesamt wieder auf die Spitzenpositionen gewählt.So belegen ABB im Ingenieurwesen, Google in der IT-Branche, Novartis in den Naturwissenschaften und Nestlé im Bereich Business erneut den ersten Platz. Wir haben mit Axel Keulertz, Research Director Schweiz, Deutschland und Österreich bei Universum Communications, das Arbeitgeberranking 2010 genauer analysiert. In der Schweiz hat sich auf den Spitzenpositionen nichts verändert. Bedeutet dies, dass sich die vier Branchensieger vom letzten Jahr in Krisenzeiten besonders gut verhalten haben? «Absolut! Ein ganz wichtiger Punkt, um einen Vorsprung gegenüber einem anderen Mitbewerber zu erzielen ist, sich in Krisenzeiten weiter zu behaupten. Während einer Krise werden fast überall die Budgets gekürzt. Die Unternehmen müssen mit weniger auskommen und gut haushalten. Das ist eine grosse Herausforderung. Viele Unternehmen schrauben in diesen Zeiten ihre Aktivität im Bereich «Arbeitgebermarkenbildung» zurück. Wer das ausnutzt und gerade in Krisenzeiten etwas für seine Mitarbeiter tut, ist am Schluss der grosse Gewinner. Die Überholspur ist selten so frei wie in der Krise.» Im Arbeitgeberranking 2010 tauchen aber auch neue Unternehmen auf. Der Weltfussballverband «FIFA» zum Beispiel schafft es im Bereich Business direkt von Platz 0 auf 15. Hat der steile Aufstieg etwas mit dem Hype um die WM in Südafrika zu tun? «Auf jeden Fall! Ich würde sogar sagen, dass es sich um ein zeitlich eingeschränktes Phänomen handelt. Die FIFA ist aufgrund von externen Ereignissen wie der Weltmeisterschaft plötzlich in aller Munde. Dementsprechend gewinnt die Arbeitgebermarke «FIFA» enorm an Bekanntheit und Präsenz, was sich aber mit Wegfallen der äusseren Bedingungen – also wenn die WM in Südafrika vorbei ist - auch wieder ändern wird. Oder anders gesagt: Ich glaube nicht, dass sich die FIFA langfristig im Arbeitgeberranking behaupten kann.» Aufsteiger des Jahres im Bereich Business ist Roche (+14 Plätze). Novartis hingegen verliert zwei Plätze. Weshalb hat die Roche derart zugelegt? «Grundsätzlich hat die Pharmabranche generell dazu gewonnen. Sie ist wenig gebeutelt von wirtschaftlichen Krisen und weiterhin mit Zukunftspotential gesegnet. Dass die Roche aber noch etwas mehr dazu gewonnen hat als andere Pharmaunternehmen, liegt sicher auch daran, dass der Konzern vermehrt auf Mainstream setzt. Frauen in der Geschäftsleitung zum Beispiel werden gefördert. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Jedes Unternehmen, das im Bereich der Naturwissenschaften auf Frauen setzt, wird in Zukunft die Nase vorne haben. Ausserdem hat die Roche dank dem Schweinegrippe-Impfstoff Tamiflu im 2009 einen beachtlichen Umsatz erwirtschaftet. Und das in Krisenzeiten.» Im Bereich Naturwissenschaften ist mit Philip Morris International ein Tabakunternehmen der höchste Aufsteiger. Werfen Studenten in Krisenzeiten ihre ethischen Grundsätze über Bord? «Philip Morris produziert ja die unterschiedlichsten Tabakprodukte, die bekanntlich gesundheitsschädigend sind. Deshalb hatte das Unternehmen in den letzten Jahren tatsächlich ein Problem im Bereich der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung. Das Problem ist jetzt natürlich nicht komplett aus der Welt geschafft. Nur haben die Studenten im letzten «Krisenjahr» nicht mehr so viel Wert auf dieses Thema gelegt. Wichtiger waren Arbeitsplatzsicherheit, Gehalt oder Referenzen für die zukünftige Karriere. Und in diesem Bereich hat Philip Morris einiges zu bieten. Ethische Grundsätze sind bei den Studenten zwar nach wie vor vorhanden. Aber diese lassen sich bei einigen Talenten mit guten Zukunftsperspektiven schnell wegreden.» Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Experten prognostizieren wieder bessere Wirtschaftsaussichten fürs 2010. Was heisst das fürs nächste Arbeitgeberranking? «Mit Sicherheit wird sich da wieder etwas ändern. Das haben wir ja schon im letzten Jahr gesehen. Als die Banken in eine Krise gestürzt sind, haben sich die Studenten im 2009 anderen Branchen zugewandt. So hat zum Beispiel die Wirtschaftsprüfungsbranche von der Krise enorm profitiert. Nun, da sich der Markt langsam wieder erholt, werden die Grossbanken wieder Plätze gut machen und in der Gunst der Studenten steigen. Der Markt wird sich langsam aber sicher wieder normalisieren. Ich könnte mir vorstellen, dass der Markt da weitermacht, wo er vor der Krise aufgehört hat.»
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Ingenieure und Architekten verdienen auch 2010 mehr als im Vorjahr – dies zeigt die neuste Salärerhebung von Swiss Engineering STV.
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