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Energieversorgung in der Schweiz – heute und in 20 Jahren Neuigkeiten

Energieversorgung in der Schweiz – heute und in 20 Jahren

Axpo Student of the Year 2011 – ein Rückblick mit Ausblick in die Zukunft

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«Wie ist deine Vision zur Energieversorgung in der Schweiz im Jahr 2030?» so lautete das Thema des diesjährigen Axpo Energy Vision Award. Das Energieversorgungsunternehmen beliess es nicht bei einer Preisverleihung, sondern lud alle Student of the Year Kandidaten ein, die Vision des Gewinners kennenzulernen und zu sehen, wie Axpo schon heute nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen versucht.

Wir alle wollen und brauchen Energie. Ständig verfügbar, kostengünstig und zugleich umweltfreundlich wünschen wir uns die Versorgung für Licht, Wärme, Fortbewegung und so vieles mehr. Eine Herausforderung, die zumindest heute nicht so einfach zu bewältigen ist, stellen doch alle uns bisher bekannten Möglichkeiten der Energiegewinnung in bestimmten Aspekten viele Vor- aber auch viele Nachteile auf.

«Wie ist deine Vision zur Energieversorgung in der Schweiz im Jahr 2030?»
Aus dieser Problematik heraus – befeuert noch dazu von dem Unglück im japanischen Fukushima, das auch den eingefleischtesten Atomkraftbefürworter abrupt seine Meinung ändern liess – schrieb das Energieversorgungsunternehmen Axpo im Rahmen des Universum Student of the Year Award-Wettbewerbs 2011 den Axpo Energy Vision Award mit der Frage «Wie ist deine Vision zur Energieversorgung in der Schweiz im Jahr 2030?» aus. Mehr 20 Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen, von Betriebswirtschaftswesen, über Energietechnik bis hin zu Nuclear Engineering, stellten sich – aus persönlichem Interesse und getrieben von der Aktualität des Themas – dieser Aufgabenstellung und reichten ihre Ideen ein.

Durchsetzen konnte sich bei diesem Challenge schliesslich der gebürtige Walliser Samuel Pfaffen mit einer Geothermie Vision, einem spannenden Ansatz wie das grösste Schweizer Energieunternehmen befand und Pfaffen bei der Preisverleihung bei den diesjährigen Universum Awards zum Sieger kürte. Neben Ruhm und Ehre gewann der ehrgeizige 22-Jährige, der an der ETH kurz vor seinem Masterabschluss steht, einen Schnuppertag bei Axpo, bei dem ihm gezeigt werden sollte, wie das Thema Nachhaltigkeit dort heute und in Zukunft umgesetzt wird.

Axpo Energy Vision Award – Einladung zum Follow-Up
Um auch den übrigen Student of the Year Kandidaten für deren aktive Teilnahme zu danken, allen Nachwuchsforschern einen kleinen Einblick in das Nachhaltigkeitskonzept des Unternehmens zu geben, den Austausch mit den Studierenden zu fördern und um nicht zuletzt dem Axpo Student of the Year Student Samuel Pfaffen nochmals Gelegenheit zu geben, seine Lösung vor fachkundigem Publikum ausführlich zu präsentieren, lud Axpo Mitte November zu einem Follow-Up ein.

Diese Einladung nahmen eine Vielzahl der Award-Kandidaten dankend an – und erlebte schon in Sachen Veranstaltungsort eine erste Überraschung: Statt am Nachmittag, wie oftmals bei Unternehmensevents dieser Art der Fall, an den Hauptsitz zu Präsentationen und Häppchen eingeladen zu werden, lautete der Treffpunkt des Axpo Student of the Year-Events Otelfingen im Kanton Zürich.

Dies nicht ohne Grund, denn die kleine Gemeinde im Kanton Zürich steht unter anderem für nachhaltige Energiegewinnung – das zentrale Thema an diesem schönen Nachmittag im November. Denn in der Otelfinger Axpo Kompogas Anlage wird Biomüll in Energie verwandelt.

Was ein wenig wie ein Ausschnitt aus «Back to the future» klingt, funktioniert in der Realität: Biogas-Pionier und Kompogas-Gründer Walter Schmid entwickelte schon vor über 20 Jahren ein Verfahren mit der Idee, den ökologische Kreislauf in der Energiegewinnung zu schliessen - und zwar mit Hilfe von organischen Abfalls, den Privatpersonen, Gemeinden und Unternehmen produzieren. Durch eine Vergärung lässt sich das daraus entstehende Biogas in Strom und Wärme, Erdgas oder Bioöl für Fahrzeuge umwandeln. Der Ertrag ist durchaus beachtlich, schon aus einer Tonne Bioabfall lässt sich auf diese Weise klimaneutral Energie für 250 kWh Strom gewinnen. Und selbst das Nebenprodukt Frischkompost und Flüssigdünger erfreut sich zahlreicher Abnehmer aus der Landwirtschaft.

Klingt nach einer wunderbar sauberen Form der Energiegewinnung, ist aber derweil nicht unumstritten. Kritiker warnen vor den Gefahren wie beispielsweise der Zerstörung der Artenvielfalt durch Übernutzung oder der Entweichung von Methangas, das die Atmosphäre wesentlich stärker schädigt CO2.

Zu Gast in der Kompogas-Anlage Otelfingen

Doch im Hinblick auf die Gefahren anderer Energiegewinnungsverfahren, der Tatsache, dass die Prozesssicherheit immer weiter optimiert wird und sich auch die Wirtschaftlichkeit der Anlagen nach und nach verbessert, hat das Konzept von Kompogas Anlagen heute durchaus eine Berechtigung im nachhaltigen Energieportfolio.

Anlässlich des Student of the Year Follow-Up organisierte Axpo eine ausführlichen Führung durch die Otelfinger Kompogas-Anlage. Dort konnte der Vergärungsprozess vom Ausgangsmaterial bis zu den verschiedenen Endprodukten mitverfolgt werden und der Akademiker-Nachwuchs allerlei Fragen stellen.



Die Energievision des Student of the Year 2011
Nach diesem praktischen Einblick in diesen Teil des heute von Axpo gelebten Nachhaltigkeitskonzepts stellte Samuel Pfaffen seinen Mitstreitern seine Vision der Energieversorgung im Jahr 2030 vor und berichtete von seinem Tag im Axpo Nachhaltigkeitsmanagement, den er als Gewinner erleben durfte.

Der 25-jährige, der auf Geothermie als Energiequelle der Zukunft setzt, d. h. der Nutzung der in tieferen Erdschichten gespeicherten Energie, skizziert seinem prämierten Lösungsvorschlag eines dezentralen Systems, in der kleine Verbände von mehreren Häusern den Strom aus ihrem eigenen Geothermie-Kraftwerk beziehen könnten. Doch auch ihm ist bewusst, was diese grüne Technologie (noch) für Risiken mit sich bringt und nennt mögliche Nachteile wie hohe Investitionskosten und induzierte Seismizität. Dennoch, sein Vorschlag scheint ein denkbares Szenario der Zukunft.

Der Tag im Nachhaltigkeitsmanagement des Energieunternehmens schien dem jungen Forscher Eindruck gemacht zu haben, was auch der kurze Vortrag von Marius Schlegel, dem Leiter dieses Bereichs zeigt: Die Herausforderungen in der Energiebranche sind in Zeiten steigender Energiebedarfe, fossiler, endlicher Energien und des Klimawandels zahlreich und stellen Energieversorger wie auch Verbraucher mehr denn je vor die Aufgabe, Energie nachhaltig zu erzeugen und moderat zu verbrauchen. Umso besser, wenn es für diese Thematik Visionäre gibt – die natürlich auch für die Axpo als Arbeitgeber mehr als interessant sind.

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Bild: Marius Schlegel, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, Axpo

Interessierst auch du dich für das Thema Energienutzung und Energieeffizienz? Dann mach mit beim Axpo Energy Award 2012 und bewirb dich jetzt!


 
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