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Startup´s unter der Lupe: Traverdo Startup

Startup´s unter der Lupe: Traverdo

Drei Jungunternehmer aus Berlin haben ein Portal für nachhaltiges Reisen gegründet.

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Reisen mit Öko-Bonus? Das hört sich nach unspektakulären Ferien an. Mit Birkenstock-Sandalen und Jute-Beutel durch den Wald stampfen, sich von Nüssen und Beeren ernähren und womöglich auch noch komplett auf Warmwasser verzichten. «Unsere Reisen sind zwar nachhaltig – aber alles andere als langweilig», sagt Holger Haberstock, Mitbegründer von traverdo.de. Konkret bündelt seine Plattform alle Angebote von ökofreundlichen Reiseveranstaltern, die auf eine umweltbewusste Anreise und Unterkunft Wert legen. Wer die Website durchforstet, kann unterschiedliche Rubriken wie beispielsweise «Strand und Meer», «Kreativ und Lernen» oder «Aktiv und Abenteuer» anklicken und sich aus den zahlreichen Angeboten etwas aussuchen. «Ich persönlich finde die Kamel-Trekking-Tour in der Wüste toll – oder würde auch gerne einmal die berühmte Seidenstrasse in Zentralasien abfahren», so Haberstock. Auch eine dreitägige Radtour durch Berlin bietet das Portal an. «Solche Kurztrips sind aber eher die Ausnahme», sagt der studierte Politikwissenschaftler und erklärt, dass man sich für Reisen auf andere Kontinente mindestens zwei Wochen freischaufeln muss. «Für fünf Tage nach Brasilien zu fliegen ist natürlich Quatsch». Schließlich sollen Land und Kultur entdeckt werden, und das gelingt nicht in knapp einer Woche. Ausserdem sei ein Langstreckenflug bei solch kurzer Aufenthaltsdauer ökologisch unsinnig. «Am abgesperrten Sandstrand rumliegen und sich an internationalen Themenbuffets im Hotel satt essen – das gibt es bei uns nicht. Die Reisen werden von einheimischen Guides begleitet, die natürlich landestypische Gerichte und Bräuche in die Tour miteinplanen».


vlnr.: Jochen Zimmermann, Holger Haberstock und Lucas von Fürstenberg

Kein Schiffbruch
Die Idee für dieses nachhaltige Reiseportal hatte Haberstock´s Mitbegründer, Jochen Zimmermann. Als er für die Entwicklungshilfe des deutschen Bundes gearbeitet hatte, führte ihn ein Projekt nach Brasilien. Dort half er beim Aufbau eines Naturparks mit, welcher der Bevölkerung vor Ort Arbeit und ein geregeltes Einkommen verschaffte. «Er wollte unbedingt die lokale Bevölkerung miteinbeziehen und ihr durch Beschäftigungsmöglichkeiten bessere Zukunftsperspektiven verschaffen», so Haberstock. Die beiden diskutierten über Möglichkeiten und fingen an, im Internet zu recherchieren. «Nachhaltiges Reisen gibt es schon seit den 70er Jahren», erklärt Haberstock, «nur war dieses Angebot kaum bekannt». Warum also nicht eine Plattform gründen, die alle vorhandenen Angebote bündelt und so den nachhaltigen Reisetourismus fördert und bekannter macht? Gesagt, getan. Mittlerweile sind auf traverdo.de rund 800 unterschiedliche Angebote verfügbar – Tendenz steigend. «Es ist toll, langsam die Früchte der harten Arbeit zu ernten», so Haberstock. Er gibt zu, dass die Verwirklichung der eigenen Geschäftsidee zeitweise steinig war. . Wir mussten an allerhand denken und uns mit Zahlen, Studien, Statistiken und Marketingplänen auseinandersetzten. Etwas, das uns bis anhin nie wirklich interessiert hatte». Mit einem dritten Mann an Bord, dem Betriebswirt Lucas von Fürstenberg, wurde im 2010 eine GmbH gegründet. Als Startkapital dienten Gelder aus einem Förderprogramm, den Rest liehen sich die drei Jungunternehmer von Freunden und Familie aus. Der Break-even ist zwar noch nicht unmittelbar in greifbarer Nähe, aber mit viel Engagement und Leidenschaft wollen die traverdo-Gründer das Unternehmen in den nächsten Jahren auf Erfolgskurs steuern. Na dann – mit voller Kraft voraus!


Weiter Info's unter:
www.traverdo.ch

 
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www.venturelab.ch

venture kick: venture kick ist eine private Förderinitiative ausschliesslich für Schweizer Hochschulangehörige. Sie unterstützt Jungunternehmer bei Ihrem Start ins Unternehmen mit bis zu 130‘000 Franken Startkapital. Durch ein dreistufiges Wettbewerbsverfahren wird der Gewinner erkoren. Acht Projektteams werden monatlich von der venture kick-Jury ausgewählt und müssen sich mit Ihrer Geschäftsidee gegen die Konkurrenz behaupten. Vier Teams qualifizieren sich für die zweite Runde und erhalten bereits 10‘000 Franken. Wer die zweite Runde übersteht, dem winken erneut 20‘000 Franken, das Gewinner-Team erhält schliesslich die 100‘000 Franken Startkapital.
www.venturekick.ch

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www.ifj.ch

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