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Das vierköpfige Team von BOOKBRIDGE ermöglicht Kindern in Schwellenländern den Zugang zu Bildung.
Die Bilder haben Carsten Rübsaamen nicht mehr losgelassen. Als der 29-jährige Deutsche vor gut fünf Jahre zum ersten Mal in der Mongolei unterwegs war, hat er Eindrücke gesammelt, die sein Leben verändert haben. «Wir reisten im Rahmen eines Jugendaustauschs unseres Pfadfinderstammes vier Wochen im Land umher», so Rübsaamen. Dabei sei ihm aufgefallen, dass es im dortigen Bildungswesen an vielem fehlt – so zum Beispiel an Büchern. «Eine Lehrerin erzählte mir, dass sie von der Regierung Bücher zugesichert bekommen habe, aber immer wieder vertröstet wurde», erzählt er weiter. Carsten Rübsaamen ist daraufhin in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator gefahren und hat sechs englische Bücher gekauft, «mehr hatte es nicht im Angebot». Die Begeisterung der Kinder über die neuen Lehrmittel war derart gross, dass Carsten Rübsaamen – zurück in der Schweiz – angefangen hat, Bücher zu sammeln. Er wurde dabei von seinen Kollegen und heutigen Geschäftspartner unterstützt, so dass in knapp drei Monaten 13‘000 Bücher zusammenkamen. «Wir mussten uns überlegen, wie und wo wir diese grosse Sammlung am besten aufbewahren können», so Rübsaamen, der in Deutschland BWL studiert hat. So kam die Idee auf, in der Mongolei eine Art Bildungszentrum mit integrierter Bibliothek aufzubauen. Gemeinsam mit seinen Kollegen reiste Carsten Rübsaamen erneut in die Mongolei und begleitete das Projekt beim und während dem Aufbau. «Wir schulten lokale Leute, damit sie das Bildungszentrum selbstständig führen konnten». Da auch lokale Unternehmen vom neuen Bildungsangebot profitieren wollten, konnte BOOKBRIDGE mit Weiterbildungskursen Geld verdienen. «Mittlerweile ist das Bildungszentrum selbsttragend», so Rübsaamen. Er und seine drei Geschäftspartner gründeten eine Stiftung mit dem Zweck, ein weltweites Bildungsgleichgewicht zu ermöglichen. «Da wir nebst der Stiftung auch eine Geschäftsidee weiterverfolgen wollten, gründeten wir ausserdem eine GmbH.» Weiter wachsen Um Geld zu verdienen, hat BOOKBRIDGE ein Personalentwicklungs-Konzept für Führungskräfte in deutschen und schweizer Unternehmen entwickelt. «Das Konzept sieht vor, dass wir Führungskräfte hier fünf Tagen schulen, instruieren und auf das Projekt vorbereiten. Vom Arbeitsplatz aus bereiten sie den Aufbau eines Bildungszentrums vor. Dabei beschäftigen sie sich mit Land, Leuten und der dortigen Unternehmenswelt. Anschliessend sind sie vor Ort für den Aufbau eines unserer Bildungszentren verantwortlich», erklärt Rübsaamen. Die Idee käme bei den Unternehmen gut an, Carsten Rübsaamen ist aktuell in Verhandlungen und erhält viel positives Feedback. «Die meisten sind es gewohnt, für eine Fachtagung oder eine Konferenz im Bereich Personalentwicklung nach Brüssel oder Genf zu reisen», so Rübsaamen. Kambodscha oder die Mongolei würden selten auf dem Programm stehen. Weiter haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich an einer Büchersammelaktion zu beteiligen. «Zwei Unternehmen in Deutschland haben bereits Ihre Teilnahme zugesichert», erzählt Rübsaamen stolz. Für die Zukunft haben sich die vier Jungunternehmer von BOOKBRIDGE einiges vorgenommen. Bis 2014 sollen 80 neue Bildungszentren in Schwellenländern entstehen. Sie glauben an ihre Idee und sind überzeugt, auch Unternehmen dafür begeistern zu können. Damit in Zukunft noch viele weitere Brücken gebaut werden können.
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