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Die Université de Genève bietet nicht nur über ein breites Forschungs- und Studienangebot, sondern auch prominente Alumni: Kofi Anan oder auch Micheline Calmy-Rey haben in Genf studiert.
Weinbars statt Bierkneippen, teure Uhren und schicke Hotels an bester Seelage: Genf scheint auf den ersten Blick nicht für Studierende (mit kleinem Budget) geschaffen zu sein. «Das Leben hier ist tatsächlich etwas teuer im Vergleich zu anderen, kleineren Städten», erklärt Dorothée Dumoulin, Marketingverantwortliche Studiengänge von der Universität Genf. Deshalb steht den Studierenden eine Anlaufstelle mit dem Namen «étudiants +» zur Verfügung, welche die jungen Leute bei der Suche nach einer günstigen Unterkunft oder einem Job unterstützt. «étudiants +» klärt aber auch über die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten auf. Da sich unsere Universität im Herzen der Stadt befindet, kommen die Studierenden in Sachen Kultur- und Sportaktivitäten voll auf ihre Kosten» so Dumoulin. Aber nicht nur deshalb zieht es viele junge Leute nach Genf – aktuell bildet die Uni Genf rund 15‘500 Studierende aus. Die Universität geniesst in vielen Fächern einen ausgezeichneten Ruf und wurde schon mehrmals für ihre gute Infrastruktur gelobt. Wer sich für ein Studium der Internationalen Beziehungen, der Biologie oder der Umweltwissenschaften interessiert, weiss, dass Genf in diesen Fächern zu den Besten Europas gehört. Aber auch das Angebot der kantonalen Bibliothek ist erwähnenswert, welche von Jean Calvin gegründet wurde – und sich in einem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im «Parc des Bastions» befindet. Der riesige Bestand der Bibliothek ist für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich, erklärt Raphael Fiammingo, Kommunikationsbeauftragter der Bibliothek Genf. Bei unserem Besuch halten sich aber vor allem Studierende in dem zweistöckigen Gebäude auf und lernen im Lesesaal oder stöbern in einer der wertvollen Schriften aus dem 17. Jahrhundert. «Der Salles de lecture im ersten Stock ist bei den Studierenden sehr beliebt und immer voll», so Fiammingo, «und das obwohl der Raum im Sommer sehr heiss und im Winter extrem kalt ist». Wer einmal im Fundus der Bibliothek zu suchen beginnt, kann gerne die Zeit vergessen. «Wenn wir alle unsere Bücher aneinanderreihen würden, könnten wir eine Strasse bauen, die von Genf bis nach Lausanne führt», so Fiammingo lachend. Neben über 2,2 Millionen Büchern finden sich im Angebot der Bibliothek auch zahlreiche Karten, Manuskripte, Schriften oder Nachschlagwerke. Besonders stolz ist Raphael Fiammingo darauf, dass die Bibilothek von jedem Werk, welches in Genf geschrieben oder gedruckt wurde, mindestens über ein Exemplar verfügt. Dazu gehören beispielsweise alle Originaltexte aus der Zeit der Reformation von Jean Calvin. Günstige Drinks und gute Stimmung Auch Pascale Bugnon stöbert gerne in der Bibliothek, um sich über die Geschichte der chinesischen und der russischen Völker zu informieren. Die 28-jährige studiert in Genf Chinesisch und Russisch und schätzt, dass sie als «Einheimische» an das nicht ganz günstige Leben in Genf gewöhnt ist. «Weshalb ich mich für die Uni Genf entschieden habe? Ganz einfach: Es war die einzige Universität, an welcher ich die beiden Fächer Chinesisch und Russisch kombinieren kann», meint sie. Ihr Studium findet sie spannend, vor allem wenn es um die ethnologischen Hintergründe der Völker geht. Auch Adèle Perrot musste für Ihr Studium nicht extra umziehen. Ursprünglich kommt die 23-jährige aus dem Jura, da ihre Eltern vor einigen Jahren aber nach Genf gezogen sind, hat sie sich gleich an ihrer neuen Heimat für das Studium eingeschrieben. Dass sie noch zu Hause leben kann, hat für sie viele Vorteile: «Hier in Genf ein bezahlbares Zimmer zu finden, ist schwierig», meint sie. Deshalb müssten die meisten Studenten auch nebenher noch arbeiten. Sie nutzt ihre freie Zeit neben dem Studium, um sich mit Freunden zu treffen – «gerade im Sommer läuft viel: Die unterschiedlichen Fakultäten organisieren dann gerne ihre eigenen Partys», erzählt sie. Da würde es Drinks zu günstigen Preisen geben und die gute Stimmung – die gibt es sogar kostenlos mit dazu. Mehr Informationen zur Université de Genève finden Sie hier: Immatrikulation, étudiants+, Bibliothek, Uni-Sport, Studentenunterkünfte, Studentenjobs/Stages, Info-Broschüre für Studenten, Stipendien
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