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Die Universität Lausanne ist als Campus-Bau angelegt und bietet eine einmalige Umgebung mitten in der Natur.
Wer die Métro an der Station UNIL Mouline verlässt und den Campus der Universität Lausanne betritt, meint, in einem Feriencamp gelandet zu sein. Rund um die Gebäude der Universität Lausanne herrscht Idylle pur: Grüne saftige Wiesen, fruchtbare Felder, wilde Mohnblumen, ein toller Ausblick auf den Genfersee – und das Zwitschern der Vögeln lassen schnell Feriengefühle aufkommen. «Unser Campus gleicht vielleicht einer Ferienresidenz – aber mit einem wesentlichen Unterschied: Hier wird gearbeitet!», erklärt Géraldine Falbriard von der Medienabteilung lachend. Dass hier tatsächlich hohe Konzentration herrscht, zeigt sich bei unserem Rundgang durch die Bibliothek. Obwohl die Gänge unendlich lang und zwischen den vielen Büchergestellen zahlreiche Arbeitsplätze eingerichtet sind, sind alle Stühle besetzt. Es ist still, die Studierenden sind in ihre Notizen vertieft, tippen wichtige Passagen in den Laptop oder streichen sich die gängigsten Gesetzesartikel aus den Rechtsbüchern. «Nächste Woche sind Prüfungen», erklärt Géraldine Falbriard flüsternd. Jean-Paul Dépraz, Vize-Direktor der Universität Lausanne sieht das Ganze etwas aus einer anderen Perspektive: «Die Atmosphäre in unserer Bibliothek ist ganz einfach einmalig. Deshalb halten sich die Studierenden sehr gerne zum Lernen dort auf». Wer eine Pause braucht, kann nur eine Etage tiefer die Mensa besuchen. Und bei schönem Wetter auf der Terrasse mit Seeblick einen Cappuccino schlürfen. «Unser Campus liegt mitten in der Natur – und gehört deshalb für mich zu den schönsten Europas, wenn nicht sogar weltweit», meint Dépraz schmunzelnd. Vor rund 40 Jahren wurde das erste Gebäude gebaut, mittlerweile ist der Campus-Bau um zahlreiche Gebäude gewachsen und hat ein eigenes modernes Sportcenter direkt am See. Vier Tennis-Plätze, ein Leichtathletik-Stadion, mehrere Fussballfelder, ein Rugbyfeld oder auch ein Segelcenter lassen die Herzen der Sportfans höher schlagen. «Insgesamt bieten wir rund 85 unterschiedliche Sportarten» so Dépraz. Das lockt immer mehr Studierende aus der ganzen Schweiz an. «Wir haben mittlerweile ein grosses Problem, genügend Studentenunterkünfte zu schaffen». Gemeinsam mit der EPFL Lausanne, die gleich neben der Universität liegt, würden aber zahlreiche Anstrengungen gemacht, um den mehreren Tausend Studierenden ein budgetfreundliches Dach über dem Kopf zu bieten. «Es wurde bereits eine Stiftung gegründet, die aktuell den Bau von rund 4‘000 Studentenunterkünften plant», so Dépraz. Die Lage mitten in der Natur hat aber auch Nachteile. Wer nach bestandener Prüfung feiern möchte oder Lust auf eine Shopping-Tour zwischen zwei Vorlesungen hat, muss zuerst mit der Métro rund 10 Minuten in’s Stadtinnere fahren, zu Fuss ist die Distanz nicht machbar. «Das sehe ich weniger als Problem», meint Dépraz hierzu. «Die Métro verkehrt sehr regelmässig und ist zuverlässig, ausserdem bieten sich hier auf dem Campus ebenfalls zahlreiche Freizeit- und Verpflegungsangebote». Neben der Mensa, die täglich fünf Menu’s, ein grosses Salatbuffet, Desserts und Snacks wie Wähen oder Sandwiches anbietet, können die Studierenden auch im öffentlichen Restaurant de Dorigny gleich neben der Mensa essen. «Das Dorigny ist zwar ein sehr gutes und stadtbekanntes Restaurant, aber nicht unbedingt für das Budget von Studierenden gemacht», erklärt Géraldine Falbriard. Tatsächlich, wer für eine Flasche Champagner «Pommery Brut» rund 80 Franken bezahlen möchte, muss einen guten Grund zum Feiern haben. Das Restaurant würde deshalb auch in erster Linie von auswärtigen Gästen – oder von Universitätsmitarbeitenden aufgesucht. Einzigartig für die Schweiz Auch in Sachen Studienangebot hat sich die Universität Lausanne einen Namen gemacht. Das Fach Kriminalwissenschaften ist einzigartig für die Schweiz, und wird nur noch in Australien und Grossbritannien angeboten. Ebenfalls einen besonders guten Ruf geniesst die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften. Jean-Paul Dépraz würde gerne noch weitere Studienfächer aufzählen – man spürt die Leidenschaft und den Enthusiasmus für «seine» Universität. «Ich könnte noch so viel erzählen», so Dépraz, «aber am besten man kommt selbst hierher. Dann erfährt man ganz schnell, woher meine Begeisterung kommt». Mehr Informationen zur Uni Lausanne finden Sie hier: Bibliothek, Uni-Sport, Kulturelle Angebote, Unterkünfte, Studentenjobs, Studenten-Guide, Immatrikulation, Wichtige Formulare, Campus
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